Dimensionierung &
Wirtschaftlichkeit |
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Der Einsatz automatischer Parksysteme ist aufgrund ihrer sehr kompakten Bauweise immer dann sinnvoll, wenn die für die Funktionalität des Bauwerks und seines Standorts notwendigen bzw. die baurechtlich geforderten Stellplätze nicht in herkömmlicher Bauweise realisierbar sind. In welchem Maße sich weitere Vorteile umsetzen lassen und wie wichtig diese jeweils sind, ist aus dem ortskonkreten Vergleich verschiedener Parktechnologien abzuleiten.
Häufig werden allgemein folgende Vorteile automatischer Parksysteme genannt, die teilweise aber auch durch gute herkömmliche Parkbauten erreicht werden können:
- Ersparnis an umbautem Raum und an bebauter Grundfläche,
- Hochwertige städtebauliche Integration und Schaffung einer neuen Urbanität, Aufwertung von
Stadtquartieren,
- Komfortables und sicheres Ein- und Ausparken in großzügig gestalteten hellen Übergabakabinen mit guter sozialer Kontrolle,
- Parken in für unbefugte Personen nicht zugänglichen und witterungsgeschützten Räumen und
damit erhöhter Schutz gegen Kollisionen, Vandalismus und Diebstahl,
- Weitgehende Substitution der in Bezug auf die Schadstoffemissionen und Kraftstoffverbräuche
besonders kritischen Fahrten innerhalb herkömmlicher Parkbauten bei tiefer Teillast und nach dem Kaltstart durch Fördergeräte mit energiesparenden elektrischen Antrieben,
- Minimierung des Energiebedarfs für Beleuchtung und Belüftung innerhalb der Parkbauten,
- Reduzierung von Parksuchverkehren,
Die zwar schon lang bekannte und dennoch relativ junge Technologie des automatischen Parkens erfordert ihren spezifischen Umgang von der Planung bis hin zum Betrieb, damit all ihre Potenziale wirkungsvoll zum Tragen kommen. Dieser besondere Anspruch ergibt sich aus der interdisziplinären Komplexität der automatischen Parksysteme. Beispielhaft zu nennen sind Verkehr, Logistik, Architektur, Bauwesen, Fördertechnik, Anlagenbau, Maschinen- und Prozesssteuerung und -automatisierung, Nutzer-, Betreiber- und Service-Oberflächen, Ereignisprotokollierung, Teleservice und Telematik-Applikationen bis hin zu der sensiblen Mensch-Maschine-Schnittstelle mit einer durchdachten durchgängigen intuitiven Nutzerführung.
Wir listen nicht nur die theoretischen Vorteile automatischer Parksysteme auf, wir sorgen für ihre bestmögliche praktische Realisierung. Auf der Grundlage unseres rund 15-jährigen Know-how aus der Planung, Begutachtung, Inbetriebnahme und Problemlösung an über 100 automatischen Parksystemen europaweit entwickeln und planen wir herstellerunabhängig eine für jeden Standort verkehrlich-logistisch, anlagentechnisch und wirtschaftlich optimierte Parkierungsanlage. Wir begleiten die Inbetriebnahme so lange, bis die geplanten Zielparameter erreicht werden. Wir sind nicht an eine bestimmte Technologie gebunden, so dass wir wesentlich mehr Möglichkeiten zur Optimierung für das jeweilige Projekt zur Anwendung bringen können als dies ein einzelner Systemanbieter kann. Unsere Kenntnis vieler realisierter Anlagen und Lösungen gibt uns die Möglichkeit, die verschiedenen angebotenen Varianten auch nachhaltig unter den Aspekten der Betriebssicherheit und der Folgekosten zu bewerten.
Häufig ist nicht eine Konfiguration ausschließlich geeignet, sondern es sind über eine sorgfältig formulierte funktionale Ausschreibung möglichst viele der leistungsfähigen und marktrelevanten Anbieter und Basistechnologien automatischer Parksysteme einzubeziehen. Dabei darf jedoch nicht allein der Preis entscheiden, sondern es ist der Gesamtzyklus der Nutzung des automatischen Parksystems zu evaluieren.
Gemeinsam mit der ADAC-Verkehrstechnik haben wir die Zertifizierung für automatische Parksysteme durch den ADAC entwickelt und begleiten diese weiter. Dabei geht es darum, diese High-End-Technologie des Parkens auch im Sinne der Nutzer zu optimieren. Mit einem umfassenden Katalog auf Benutzerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit orientierter Kriterien geht es dabei auch um eine möglichst objektive Bewertung der Qualität, die sich für den Nutzer und Betreiber ganz besonders in einer höchstmöglichen Verfügbarkeit und gleichzeitig auch in einer minimalen Störungshäufigkeit über einen langen Betriebszeitraum darstellt.
Sie wollen bitte berücksichtigen, je früher Sie uns bei der Planung Ihres Vorhabens einbeziehen, desto größer sind die Optimierungspotenziale und desto besser ist auch Ihre Parkierungslösung. Wenn bei den ersten architektonischen Entwürfen die Kubaturen definiert werden, dann ist dies der günstigste Zeitpunkt. Und wenn am Ende unserer Planungen ein anderes kostengünstiges und benutzerfreundliches Parksystem zur Debatte steht, können wir auch gut damit leben. Unsere Philosophie ist es, für Sie die beste Lösung zu planen, unabhängig von der Technologie – es sei denn, Sie haben bereits Ihre grundsätzliche Vorentscheidung getroffen - zum Beispiel aus Image-, Sicherheits- oder Umweltaspekten.
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| Unsere Leistungen |
Wir bieten Ihnen ein vollständiges Leistungspaket für die fachplanerische Mitwirkung bei Projekten mit automatischen Parksystemen an, wobei wir die Leistungsphasen in Anlehnung an die HOAI, Teil IX Leistungen bei der Technische Ausrüstung, §§ 68-76 so anpassen, wie dies für das jeweilige Projekt optimal ist. Ein Beispiel für diese ganzheitliche Vorgehensweise ist die automatische Anwohnertiefgarage Donnersbergerstraße in München. Selbstverständlich berücksichtigen wir alle relevanten Regelwerke wie die EAR 05, die EN 14010 und die VDI 4466 und wenden diese entsprechend dem (fortgeschrittenen) Stand der Technik an, wobei wir unsere Erkenntnisse aus der Mitwirkung in den einschlägigen Gremien mit einbringen.
Grundlagenermittlung und Voruntersuchungen
Stellplatzbedarf / Parkraumuntersuchungen
Bauvorgaben (Kubatur, Schnittstellen)
Verkehrsanbindung / Verkehrsgutachten
Einparkfähige Fahrzeugkategorien
Betriebs- und Lebensdauer
Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit
Umweltverträglichkeit
Technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudien
Vorbereitung und Durchführung von Nutzerbefragungen
Vorbereitung und Durchführung von Informationen, Informationsveranstaltungen und Anlagenbesichtigungen für Entscheidungsträger, Bürger und potenzielle Nutzer
Strukturierung des Planungs- und Ausschreibungsverfahrens
Vergaberechtliche Erfordernisse (Öffentliche bzw. privatrechtliche Ausschreibung, …)
Präqualifikation der Anlagenhersteller (Teilnahmewettbewerb, Interessenbekundungsverfahren, Vorprüfung der Leistungsfähigkeit der Anbieter)
Erarbeitung der Präqualifikationskriterien
Mitwirkung bei der Festlegung des Verfahrens
Definition grundsätzlicher Leistungsumfänge (Parksystem mit Montage und Inbetriebnahme, mit Einschluss eines Wartungs- bzw. Fullservicevertrages, mit Einschluss der Bauleistungen)
Anlagenkonzept (Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung)
Dimensionierung nach Fahrzeugkategorien
Leistungskenndaten der Parksystemtechnik
Externe und interne Logistik
Konfigurierung geeigneter Parksysteme und Dimensionierung der Fördertechnik und der Übergabekabinen
Variantenvergleiche
Vorzugskonzept(e)
Laufende Abstimmung mit allen Planungsbeteiligten (Bauherr, Architekt, Bauplaner, andere Fachplaner, Genehmigungsbehörden; ggf. auch Betreiber, sofern bereits bekannt)
Fortschreibung und Optimierung der Planung in den einzelnen Leistungsphasen
Detaillierung der Planung bzw. der Anforderungen in allen Planungsphasen
Schnittstellen zum Baukörper
Schnittstellen Medien (Sparten) wie Elektroenergie, Wasser, Abwasser, Telekommunikation
Verkehrsanbindung / Positionierung der Übergabekabinen und der Stauräume / Gehwegüberfahrten
Festlegung der möglichen und der einzuhaltenden klimatischen Bedingungen in den Bereichen des Parksystems
Mitwirkung bei der Erarbeitung des Brandschutz-Konzeptes / Festlegung der Brandabschnitte / Sprinkleranlage / Entrauchung / Rauchmelder / Aufschaltung Feuerwehr
Mitwirkung bei der Erstellung eines Schallschutz-Konzeptes / Erhebung der Bestandssituation / Ableitung konkreter Anforderung an die Parksystemtechnik und die Übergabekabinen in Bezug auf Luft- und Körperschall
Mitwirkung bei der Erstellung eines Luftschadstoff-Immissionsschutz-Konzeptes / Ableitung konkreter Anforderung an die Parksystemtechnik und die Übergabekabinen in Bezug auf die Be- und Entlüftung
Vorgabe grundsätzlicher Prinzipien bei der Konstruktion und Konfiguration des Parksystems durch den Anlagenhersteller
Vorgabe der grundsätzlichen Funktionen (Einparken, Ausparken, Holen ohne Ausparken; nichtöffentliches bzw. öffentliches Parken) und der Nutzerführung des Parksystems
Vorgaben für die logistische Leistungsfähigkeit, Vordimensionierung der Fördertechnik und Erarbeitung praktisch handhabbarer Kriterien und Verfahren für den Nachweis der Systemlogistik
Erarbeitung des funktionalen bzw. detaillierten Leistungsverzeichnisses in Bezug auf die Hauptbaugruppen bzw. –komponenten der Parksystemtechnik wie
Stahlbau / Tragwerk / Regalkonstruktion
Lastaufnahmemittel (Parkpaletten bzw. palettenlose Systeme)
Fördertechnik (RBG, Shuttle, Lifte / Vertikalförderer, Horizontalförderer, Drehvorrichtungen, spezielle Sicherheitssysteme, …)
Systemsteuerung (Systemphilosophie, mögliche Steuerungsarchitekturen, Stromversorgung und Datensicherung, Systemfunktionen, Vorgabe von Prozeduren, Eigendiagnose, Ereignisprotokollierung, Störungsmeldung, Teleservice, Oberflächen für den Benutzer / Betreiber / Service, Schnittstellen, Handling des Quellcodes)
Übergabekabinen
Verkehrliche und anlagentechnische Planung der Ein- und Ausfahrtebene und der Übergabekabinen
Festlegung der Abmessung der Übergabekabinen
Planung der grundsätzlichen technischen Ausstattung der Übergabekabinen (u. a. Displays, Sensorik, Tore, Beleuchtung, Heizung, Be- und Entlüftung, Videokontrolle, Animationen)
Ermittlung besonderer sicherheitstechnischer Anforderungen
Entwicklung der Nutzerperipherie im Kontext zu den verschiedenen Parkprozeduren
Entwicklung der Planung in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten und den anderen Planungsbeteiligten
Vorgaben zum Service
Handlager
Ständiges Zusammenwirken mit dem Architekten sowie den Bauwerks- und Tragwerks-Planern
Ständiges Zusammenwirken mit der Haustechnik-Planung (Elektroinstallation, Beleuchtung, Heizung, RLT-Anlage, Brandschutztechnik, Wasser / Abwasser / Sanitär, Telekommunikation, Gebäudeleittechnik)
Ausschreibung nach VOB u. a.
Erarbeitung aller Unterlagen in Bezug auf den Teil Parksystemtechnik, Begleitung / Durchführung, Dokumentation
Vorinformationsverfahren
Teilnahmewettbewerb / Präqualifikation
Erstellung der Ausschreibungsunterlagen (funktional bzw. mit Leistungsverzeichnis)
Erarbeitung von Anforderungen an die Lebensdauer, Gewährleistung, Garantien
Begleitung des Ausschreibungsverfahrens
Mitwirkung in Bietergesprächen
Angebotsbewertung
Entscheidungsempfehlungen
Mitwirkung bei der Vorbereitung der Verträge mit dem Anlagenhersteller, dem Serviceunternehmer und dem Betreiber
Baubegleitung / Abnahmen
Strukturierung der Aufgaben der fachtechnischen Überwachung
Abnahme der Ausführungsplanungen (Planungsprüfung in Bezug auf das Vertrags-LV)
Fachtechnische Herstellungs- und Bauüberwachung
Sachverständige Mitwirkung bei Bau- und Projektbesprechungen
Technische Abnahmen / Mitwirkung bei Abnahmeentscheidungen und -auflagen
Systemlogistische Abnahmen auf der Basis digitaler Videotechnik mit 0,04 s Genauigkeit
Analyse von Systemabläufen mit Hilfe von Videotechnik
Belastungsproben
Sicherheitstechnische Abnahmen, auch im Zusammenwirken mit anderen Prüforganisationen
Planung des Betriebs automatischer Parksysteme
Betriebskostenermittlung
Prognosen für die Auslastung und die Einnahmen
Mitwirkung bei der Tarifbildung und -optimierung
Finanzierungsmodelle
Betreiberkonzepte
Ausschreibung der Leistungen des Betreibers
Mitwirkung bei der Erstellung des Betreibervertrags
(Full-) Servicekonzepte
Abgrenzung der Leistungen zwischen dem Betreiber und dem Serviceunternehmer
Definition von Mobilitätsgarantien
Beratung bei der Vorbereitung des Betreiberpersonals
Beratung bei der Einweisung der Nutzer
Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt bzw. die langfristige Information der Nutzer
Erstellung von Bedienungsanleitungen für Benutzer
Instandsetzungsplanung und –überwachung
Sanierungskonzepte für bestehende Parksysteme
Begutachtung und Bewertung bestehender Parksysteme
Technische und organisatorische Sanierungskonzepte
Planung von Updates
Ausschreibung, Organisation und Überwachung von Sanierungen
Technische Abnahme zum Abschluss der Sanierung
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| Weitere Informationen |
Mechanische und automatische Parksysteme – Überblick
Automatische Parksysteme – ein Überblick
Autotürme für Autohäuser
Benutzerfreundliche automatische Parksysteme -
Besondere Anforderungen - Planung - Einsatz
Erfahrungen bei der Planung, Ausschreibung, Inbetriebnahme
und beim dauerhaften Betrieb automatischer Parksysteme
Zertifizierung benutzerfreundlicher automatischer Parksysteme durch den ADAC
Automatische Anwohnertiefgarage München, Donnersbergerstraße
Automatisches Parkhaus City Süd in Thun (CH)
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